FÜHRUNGEN & FILMGESPRÄCHE

Szenenfoto aus Die Abenteuer des Prinzen Achmed (D 1926, Regie: Lotte Reiniger) Quelle: Deutsche Kinemathek – Fotoarchiv

Kino der Moderne
Film in der Weimarer Republik
20.06.19–13.10.19

Überblicksführung

Während des geführten Rundgangs durch die Sonderausstellung geben unsere Referent*innen einen Überblick über Filmschaffen und Kinokultur der Weimarer Zeit. Anhand beispielhafter Exponate und Quellen erhalten die Teilnehmer*innen einen fundierten Einblick in eines der bedeutendsten Kapitel deutscher Filmgeschichte.

Öffentliche Termine:

Jeden 4. Sonntag im Monat um 14:00 (28.07., 25.08. & 29.09.)
90 min, Kosten im Eintritt
enthalten ohne Anmeldung

Buchbares Angebot für Gruppen:

90 Min, 80 €
120 Min, 100 €
zzgl. 3 € Eintritt p. P.
Fremdsprachenzuschlag 10 €
max. 20 Teilnehmende

Buchbare Angebote für Schulklassen:

90 Min, 65 €
120 Min, 85 €
zzgl. 2 € Eintritt p. P.
Fremdsprachenzuschlag 10 €
max. Klassenstärke

Buchung:
> 030 247 49 888
> museumsdienst@kulturprojekte.berlin


Führung mit thematischem Schwerpunkt

Im Rahmen dieser geführten Rundgänge gehen wir auf ausgewählte Themen der Sonderausstellung ein und bieten so vertiefte Einblicke zum Filmschaffen und zu Gesellschaft in der Weimarer Republik.

Wir bieten Themenführungen zu folgenden Schwerpunkten:

Menschen und Alltag

Das junge Leitmedium spiegelt in den 1920er-Jahren das Alltagsleben, die Arbeitswelten und Sozialtypen der Zeit. Es vermittelt den nervösen Lebensrhythmus der Stadt und das Nebeneinander verschiedener Realitäten, inszeniert zeitgenössische Moden und die Mobilität urbanen Lebens und projiziert Vorbilder und Ideale. Aber auch die wachsenden sozialen Missstände wurden dokumentiert. Die Leinwand wurde so zum Spiegelbild der Gesellschaft.

Kunst und Avantgarde

Die künstlerische Avantgarde der Weimarer Republik erforschte die Ausdrucksformen des neuen Mediums. Sie erfand kreative filmische Techniken und künstlerische Anwendungsmöglichkeiten im Industrie- und Werbefilm. So entstanden expressionistische Meisterwerke und abendfüllende Animationsfilme. Bildende Künstler*innen wirkten an Spielfilmprojekten mit, während Filmschaffende sich auch theoretisch mit dem neuen Medium auseinander setzten.

Gender und Diversität

Die „Neue Frau“ ist das zentrale Schlagwort in Bezug auf das Geschlechterverhältnis in den 1920er-Jahren. Die selbstbewusste Frau, die ihr Leben selbst gestaltet, wurde zum Leitbild der jungen Generation und spiegelte sich im Weimarer Film. Nach dem Ersten Weltkrieg nutzen viele Frauen die Möglichkeiten in der neu entstehenden Filmindustrie und versuchten, sich als Filmschaffende zu etablieren. Auch vor der Kamera wurden Hierarchien im Geschlechterverhältnis neu verhandelt und der Geschlechtertausch sowie Homosexualität spielerisch thematisiert.

Buchbares Angebot für Gruppen:

60 Min, 60 €
90 Min, 80 €
zzgl. 3 € Eintritt p. P.
Fremdsprachenzuschlag 10 €
max. 20 Teilnehmende

Buchbare Angebote für Schulklassen:

60 Min, 45 €
90 Min, 65 €
zzgl. 2 € Eintritt p. P.
Fremdsprachenzuschlag 10 €
max. Klassenstärke

Buchung:
> 030 24 74 98 88
> museumsdienst@kulturprojekte.berlin


Plakatentwurf von Albin Grau, 1922 Nosferatu (1922, Regie: F. W. Murnau)

Mit Filmen die Weimarer Zeit entdecken
Filmgespräch – Filmklassiker

Wir bieten moderierte Filmgespräche zu Filmklassikern der Weimarer Zeit – mit einer Mischung aus fachkundiger Einführung, digitaler Filmsichtung und anschließendem Gespräch:

  • > Das Cabinet des Dr. Caligari (D 1920, Regie: Robert Wiene)
  • > Berlin. Die Sinfonie der Großstadt (D 1927, Regie: Walther Ruttmann)
  • > Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (D 1922, Regie: F.W. Murnau).

Buchbares Angebot für Gruppen:

120–180 Min, 150 €
inkl. Eintritt
max. 20 Teilnehmende

Buchbares Angebot für Schulklassen:

120–180 Min, 125 €
inkl. Eintritt
max. Klassenstärke

Buchung:
> 030 24 74 98 88
> museumsdienst@kulturprojekte.berlin


Mit Filmen die Weimarer Zeit entdecken
Filmgespräch – Kurzfilmprogramme

Mit einem thematischen Rundgang durch die Sonderausstellung, einer fachkundigen Einführung und moderierten Sichtungen ausgewählter Kurzfilme vertiefen wir uns wahlweise in die thematischen Schwerpunkte „Menschen und Alltag“ oder „Kunst und Avantgarde“.

Sie können aus folgenden Kurzfilmprogrammen auswählen:

Menschen und Alltag

Im Kino der Weimarer Republik reflektiert das junge Leitmedium Alltagsleben, Arbeitswelten und Sozialtypen, es vermittelt nervöse Lebensrhythmen der Stadt und das Nebeneinander verschiedener Realitäten, spiegelt zeitgenössische Moden, die Mobilität urbanen Lebens und projiziert zugleich Vorbilder und Ideale. Neben der politischen Zerrissenheit prägen die soziale Kluft und die herrschende Wohnungsnot das alltägliche Bild der Stadt rund um ihren mondänen, modischen Kern:Zeitprobleme. Wie der Berliner Arbeiter wohnt (R: Slatan Dudow, 1930) dokumentiert die Lebensbedingungen von Berliner Arbeiterfamilien in Kellerwohnungen und Mietskasernen und kontrastiert diese Aufnahmen mit den Verhältnissen in Villenvierteln. Ins Blaue hinein (R: Eugen Schüfftan, 1929) ist dagegen ein lichtdurchfluteter und kurzweiliger Film ohne jede Studioaufnahme, der von der Freiluftfotografie der beweglichen Kamera bestimmt wird. Kurzfilme über einen Wochenmarkt in Berlin (1929), oder aber Werke von Ella Bergmann-Michel über das moderne kommunale Bauen sowie filmische, nie vollendete Impressionen von einem späten Wahlkampf am Vorabend der Diktatur (1931-32), ergänzen das Programm.

Kunst und Avantgarde

Die künstlerische Filmavantgarde der Weimarer Republik arbeitete an der Erforschung neuer Ausdrucksformen des Mediums, deren Protagonisten sich sowohl im Erfinden filmischer Techniken als auch in deren Anwendungsmöglichkeiten im Industrie- und Werbefilm kreativ zeigten. Narratives Kino und Figuren einer theatermäßigen Spielhandlung traten in den Hintergrund, um die Organisation filmischer Strukturen am Tricktisch oder mit dokumentarischen Mitteln, zum Teil mit einer zum Film komponierten Begleitmusik, sichtbar zu machen. Animationstechniken versetzen abstrakte Gebilde in Bewegung, gezeigt wird pures Kino ohne Darsteller, rein optisch montiert:Der von der Malerei zum Film gekommene Walther Ruttmann arbeitet in seinen Lichtspiel-Filmen (1922) spielerisch mit geometrischen Formen und macht die Übergänge zwischen Abstraktion und Konkretion für den Werbefilm produktiv. Dagegen zeigt der vom Expressionismus beeinflusste Hans Richter mit seinem Vormittagsspuk. Eine Rebellion der Gegenstände (1928) eine dadaistisch aus den Fugen geratene Welt im Legetrick-Verfahren. Filmische Experimente von László Moholy-Nagy aber auch Impressionen aus dem Schaffen von Lotte Reiniger zeigen weitere Facetten.

Buchbares Angebot für Gruppen:

120–180 Min, 150 €
inkl. Eintritt
max. 20 Teinehmende

Buchbares Angebot für Schulklassen:

120–180 Min, 125 €
inkl. Eintritt
max. Klassenstärke

Buchung:
> 030 24 74 98 88
> museumsdienst@kulturprojekte.berlin