SONDERAUSSTELLUNGEN

Hassan Sharif, Slippers and Wire, 2009. Schuhe und Kupferdraht; Maße variabel. Installationsansicht: Hassan Sharif: I Am The Single Work Artist, Sharjah Art Foundation, 2017/2018. Courtesy of Hassan Sharif Estate, Foto/Photo: Sharjah Art Foundation

Hassan Sharif
I Am The Single Work Artist
29.02.20–03.05.20

Ab dem 29. Februar präsentieren die KW die erste umfassende Retrospektive des aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammenden Künstlers Hassan Sharif (1951–2016). Als einer der führenden Pioniere der Konzeptkunst und eines innovativen künstlerisch-experimentellen Ansatzes zählt er heute zu den einflussreichsten Künstler*innen des 20. Jahrhunderts im Nahen und Mittleren Osten.

Hassan Sharif schuf im Laufe seines Lebens ein komplexes, kritisches Œuvre, das Zeichnungen, Gemälde, Assemblagen, skulpturale Installationen und Performances umfasst und tradierte Vorstellungen von Raum, Zeit, Form und sozialer Interaktion neu dachte. Losgelöst von der lokalen Kunstproduktion artikulierte Sharif eine Sprache, die ihrer eigenen Logik und ihrem eigenen künstlerischen Impuls folgte, prozessorientiert und nicht elitär war. Seine Arbeiten zeichnen sich durch die Verwendung alltäglicher Materialien aus und spiegeln die Produktionsbedingungen in einer postmodernen, postglobalen Gesellschaft wider. In unterschiedlichen Rollen als Künstler, Vermittler, Kritiker und Autor suchte Sharif stets sein Publikum für den Dialog mit zeitgenössischer Kunst zu gewinnen – nicht nur mit seinen Ausstellungen, sondern auch mit historischen Kunsttexten und Manifesten, die er ins Arabische übertrug.

In den KW werden rund 150 Werke aus dem vielfältigen Werkkomplex des Künstlers gezeigt, darunter frühe Zeitungskarikaturen und Comiczeichnungen, Gemälde, Skulptureninstallationen und Assemblagen.


Kris Lemsalu, Car2Go, 2016, Copyright Julien Gremaud / Les Urbaines, Courtesy die Künstlerin / the artist und/ and Koppe Astner, Glasgow; Temnikova & Kasela, Tallinn. Foto / photo: Julien Gremaud

Kris Lemsalu Malone & Kyp Malone Lemsalu
Love Song Sing-Along
29.02.20–03.05.20

Kris Lemsalu Malone schafft Skulpturen, Installationen und Performances, in denen scheinbar widerstreitende Dualitäten miteinander verschmelzen – das Tierreich mit der Menschheit, die Natur mit dem Künstlichen, das Schöne mit dem Abstoßenden, Leichtigkeit mit Schwere und das Leben mit dem Tod. Aus Tierkörpern, Porzellan und in der Natur vorgefundenen Materialien wie Fell, Leder, Muscheln, Wolle und Papier entstehen theatralische Installationen, die die Betrachter*innen in eine irrationale Fantasiewelt entführen. Lemsalus Installationen dienen als Bühne für Performances, in denen die Künstlerin eins wird mit ihren Skulpturen und jegliche Grenzen zwischen Subjekt und Objekt verschwinden. Erinnerungen an mythologische Erzählungen werden in Lemsalus Arbeiten in die Oberfläche der Objekte – die Artefakten oder Nebenprodukten moderner Zivilisation gleichen – eingeschrieben.

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