SCHULANGEBOTE

Lagermodell © Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Hoffmann

Führung für Schulklassen

Im Sommer 1944 war jeder zweite Landarbeiter und jeder vierte Angestellte im NS-Staat ein Zwangsarbeiter oder eine Zwangsarbeiterin. Die Ausstellung zeigt anhand von Objekten, Fotos und Projektionen die Organisation des massenhaften Einsatzes der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen. Ausgewählte Biografien zeichnen ihre Lebenswege nach. Demgegenüber stehen Biografien deutscher Akteure, die vom Helfer über den Zuschauer bis zum Profiteur und Täter reichen. Die Biografien bieten einen wesentlichen Zugang zum Thema Zwangsarbeit. Sie zeugen auch von den Handlungsspielräumen der Betroffenen und Beteiligten

Buchbares Angebot:

ca. 120 min, kostenfrei
ab 13 Jahre

Buchung:
> 030 6390 288 27
bildung-sw@topographie.de


Schüler*innen präsentieren im Rahmen eines Workshops. Foto: Daniela Geppert

Bildung am Historischen Ort:
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Berlin-Schöneweide. Die Anlage wurde ab Ende 1943 mitten im Wohngebiet gebaut und war eine von über 3.000 Sammelunterkünften für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Berlin. Das Lager bestand aus 13 gemauerten Unterkunftsbaracken und einem Wirtschaftsgebäude. Ein Großteil der Fachbauten ist bis heute zu sehen – damit ist das Zwangsarbeiterlager eines der fast vollständig erhaltenen in ganz Deutschland. "Baracke 13" wurde originalgetreu restauriert und ist zu besichtigen. In festen und wechselnden Ausstellungen erinnert das Dokumentationszentrum an die Männer, Frauen und Kinder, die im Nationalsozialismus Zwangsarbeit leisten mussten. Anhand von Biografien, Fotos, Erinnerungen, Dokumenten und Objekten wird der Alltag der zivilen Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen dokumentiert.

Kostenlose Führungen, Seminare, Workshops und Projektwochen vertiefen den Einblick in die Geschichte der Zwangsarbeit. Begleitet durch geschulte Referent*innen, sind Jugendliche und Erwachsene eingeladen, vor Ort auf Spurensuche zu gehen.

Workshops:

  • > Biografisches Lernen. Zwangsarbeiter*innen im Nationalsozialismus
       (Sek I und II, 3 bis 4 Stunden, zum Einstieg in das Thema geeignet)
  • > Schülerselbstführung: Zwangsarbeit im Nationalsozialismus
       (Sek I und II, 3 bis 4 Stunden)
  • > Akteure der Zwangsarbeit und ihre Handlungsspielräume
       (Sek I und II, Erwachsene, 4 bis 5 Stunden)

Buchbares Angebot:

Workshops für Schulklassen kostenfrei.

Buchung:
> 030 6390 288 27
bildung-sw@topographie.de