FÜHRUNGEN

Ausschnitt: Kampagne Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Design Best Friend © Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Dokumentationszentrum NS·Zwangsarbeit
Übersichtsführung

In Schöneweide steht das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene NS-Zwangsarbeiterlager. Gebaut für über 2000 Menschen, waren hier während des Zweiten Weltkrieges zivile Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen verschiedener Nationalitäten, italienische Militärinternierte bzw. italienische Zivilarbeiter und weibliche KZ-Häftlinge untergebracht. Neben der Ausstellung „Bausteine. Geschichte und Perspektiven des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit“ ist die  Sonderausstellung "Zwangsarbeit und Arisierung; Warnecke und Böhm - Ein Beispiel" zu sehen. Seit Ende August 2010 ist mit "Baracke 13" eine erhaltene Unterkunftsbaracke im Rahmen der Führungen zugänglich.

Öffentliche Führungen

Jeden 1. & 3. Sonntag im Monat um 15:00
120 Min, kostenfrei

Buchbare Angebote:

120 Min, kostenfrei

Buchung:
> 030 63 90 288 27
bildung-sw@topographie.de


Ausschnitt: Józef Lipman und seine Cousine Rozia Grünspan, 1939 © Dokumentationszentrum

Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien
Eine Geschichte von Vertreibung und Überleben
30.08.19–02.02.20

Führung

Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Im Distrikt Galizien, der zuerst sowjetisch und ab 1941 deutsch besetzt war, lebten über 500.000 Jüdinnen und Juden. Fast alle wurden von den Deutschen ermordet. Die Ausstellung zeigt die deutsche Besatzungspolitik gegenüber der jüdischen Bevölkerung in Galizien: einzelne Pogrome, die Bildung von Ghettos, Verschleppung in das Vernichtungslager Bełżec sowie Zwangsarbeit in Lagern. Dort beuteten die Deutschen die jüdischen Arbeitskräfte aus, Tausende kamen bei der Arbeit ums Leben – zugleich konnte ein Arbeitsplatz zeitweise vor der Deportation in den Tod schützen. Für das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit wurde die Wanderausstellung um einige Aspekte erweitert, die den Zusammenhang zwischen Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien vertiefen.

Buchbare Angebote:

120 Min, kostenfrei

Buchung:
> 030 63 90 288 27
> bildung@sw@topographie.de


Kalender des Hauptmanns Mario Zipoli, 1943, Riccardo Zipoli, Venedig Foto: Hagen Immel, Potsdam

Zwischen allen Stühlen.
Die Geschichte der italienischen Militärinternierten 19431945

Führung

Im Zweiten Weltkrieg waren NS-Deutschland und das faschistische Italien Bündnispartner. Am 8. September 1943 trat Italien aus dem Bündnis aus. Die Wehrmacht nahm daraufhin die italienischen Soldaten und Offiziere gefangen. Etwa 650 000 wurden in das Deutsche Reich und in die besetzten Gebiete deportiert. Das NS-Regime wollte die Arbeitskraft der Italiener ausbeuten. Da im besetzten Italien ein von Deutschland abhängiger faschistischer Marionettenstaat fortbestand, erklärte man die Kriegsgefangenen zu Militärinternierten. So waren sie zwar Militärangehörige eines befreundeten Staates, konnten aber zugleich ohne Rücksicht auf das Völkerrecht als Zwangsarbeiter in der Rüstung eingesetzt werden. Hunger, Krankheiten und Gewalt prägten den Alltag der Gefangenen. Um den Arbeitsertrag zu steigern, erklärte man sie im Sommer 1944 schließlich zu „Zivilarbeitern“. Ihre Lebensbedingungen verbesserten sich jedoch nur für kurze Zeit. Etwa 50 000 starben in den knapp zwei Jahren der Gefangenschaft.

In Italien und Deutschland kam die Anerkennung für das Schicksal der Militärinternierten erst spät. Von deutscher Seite gab es für die meisten der Militärinternierten keine Entschädigung.

Die Ausstellung befindet sich in Baracke 4.

Buchbare Angebote:

120 Min, kostenfrei

Buchung:
> 030 63 90 288 27
bildung-sw@topographie.de


© Ondřej Bouška

Verlorenes Gedächtnis?
Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik
16.05.19–18.08.19

Führung

Vor 80 Jahren, im März 1939, besetzten deutsche Truppen Tschechien. Das so genannte Sudetenland hatte das Deutsche Reich bereits 1938 annektiert. 400.000 Tschechinnen und Tschechen wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Zugleich errichtete das NS-Regime im besetzten Gebiet zahlreiche Zwangsarbeitslager.

Die Ausstellung zeigt 18 Orte der NS-Zwangsarbeit auf tschechischem Boden, darunter das Ghetto Theresienstadt, das KZ-Außenlager Leitmeritz und einen Rüstungsbetrieb in Prag (Bild). Zwangsarbeit wird in ihrer gesamten Breite dargestellt: als Teil des Holocaust, des KZ-Systems, der Ermordung von Sinti und Roma sowie der Ausbeutung von Zivilisten und Kriegsgefangenen. Die Ausstellung beschreibt die Orte anhand historischer Fotografien und Objekte, Zeitzeugenaussagen sowie aktueller Bilder.

Die Ausstellung befindet sich in Baracke 5.

Buchbares Angebot:

60 Min, kostenfrei
auf Deutsch, Englisch & Französisch

Buchung:
> 030 63 90 288 27
> bildung-sw@topographie.de