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Das Brücke-Museum widmet seinem Initiator, dem Künstler Karl Schmidt-Rottluff, eine umfangreiche Werkschau. Gezeigt werden rund 70 Gemälde aus der Schenkung 1964 und dem künstlerischen Nachlass des Brücke-Gründungsmitglieds. So verwahrt das Museum die weltweit größte Sammlung zur Kunst Schmidt-Rottluffs.
Die Ausstellung schöpft aus diesem reichen Fundus und bietet einen Überblick über das gesamte Schaffen des Künstlers – von seinen expressionistischen Anfängen ab 1905 bis hin zum monumentalen, farb- und formstarken Spätwerk der 1960er-Jahre. Dabei zeigt sich nicht nur eine beeindruckende stilistische Entwicklung, sondern auch eine enge Verbindung zwischen Kunst und Biografie. Die Sammlungsschau wird zu einer Reise durch die Lebensstationen Karl Schmidt-Rottluffs: Geprägt vom revolutionären Geist der Brücke-Künstlergruppe, vom I. und II. Weltkrieg, blieb er sich selbst und seiner künstlerischen Haltung stets treu – und entdeckte die Welt „immer wieder neu“. Im Zusammenspiel von pulsierenden Farben und bewusster Formvereinfachung verleiht er seinen Motiven eine emotionale Kraft, die bis heute spürbar ist.
Mit dieser facettenreichen Ausstellung ehrt das Brücke-Museum nicht nur das expressionistische Werk Schmidt-Rottluffs sowie seine großzügige Schenkung an das Land Berlin – die Gründungsstunde des Museums –, sondern stellt zugleich die Forschung zum Werkverzeichnis des Künstlers vor.