FÜHRUNGEN

Most Dismal Swamp, Scraper (Detail), Video Still, 2023. Courtesy der Künstler.

Poetics of Encryption
17.02.24–26.05.24

Der fließende Übergang zwischen digitalen und physischen Bereichen ist ein zentrales Thema der heutigen Zeit. Mit diesem Kontinuum befasst sich auch die zeitgenössische Kunst – in zahlreichen neuen Arbeiten, die sich der Schnittstelle zwischen computergeneriertem und „realem“ Raum widmen. In diesem Grenzbereich agieren Technologien oftmals versteckt oder in verschlüsselter Form, sodass Untersuchungen von Interfaces viel von Spekulation oder gar Argwohn geprägt sind. Hier setzt das Programm Poetics of Encryption an und nimmt die verborgenen Dimensionen unserer Technologielandschaft in den Blick.
Die Gruppenausstellung erstreckt sich über alle drei Etagen der KW: Hier werden künstlerische Visionen zu Black Site, Black Hole und Black Box vorgestellt. Eingebettet in einen architektonischen Entwurf von Jürgen Mayer H. wird sich im Zusammenspiel analoger und digitaler Herangehensweisen eine Poetik der Verschlüsselung abzeichnen.

Arbeiten von über dreißig international tätigen Kunstschaffenden werden gezeigt, darunter Nora Al-Badri, Emile Brout & Maxime Marion, Gillian Brett, Simone C. Niquille, Juliana Cerqueira Leite, Julian Charrière, Joshua Citarella, Juan Covelli, Kate Crawford & Vladan Joler, Sterling Crispin, Clusterduck, Simon Denny, Most Dismal Swamp, Ênore, Tilman Hornig, Andrea Khôra, Jonna Kina, Egor Kraft, Eva & Franco Mattes, Carsten Nicolai, Trevor Paglen, Jon Rafman, Sebastian Schmieg, Charles Stankievech, Troika, Ubermorgen, Nico Vascellari, Zheng Mahler.

  • Führung für Gruppen
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 70 €
    zzgl. Eintritt
  • Führung für Bildungsgruppen (Studierende/Schulklassen)
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 55 €
    zzgl. Eintritt, frei bis 18 Jahre

  • Buchung
    > 030 247 49 888
    > museumsdienst@kulturprojekte.berlin

  • Öffentliche Führung
    Samstag auf Englisch & Sonntag auf Deutsch 16:00
    60 Min, kostenfrei


Luiz Roque – Estufa: Luiz Roque, White Year, Video still, 2013. Performer: Glamour Garcia. Courtesy of the artist and Mendes Wood DM, São Paulo/Brussels/Paris/New York © the artist.

Luiz Roque. Estufa
06.07.24–20.10.24

Im Sommer 2024 präsentieren die KW die erste Überblicksausstellung des brasilianischen Künstlers Luiz Roque (* 1979, BR). Seine Arbeit bewegt sich zwischen Expanded Cinema, visueller Kunst und kritischer Theorie und verbindet Interessen an der Moderne, Popkultur, Queer-(Bio-)Politik und Science-Fiction. Roque stellt die Herausforderungen verschiedener brasilianischer Subkulturen und marginalisierter Stimmen dar und entwickelt alternative Wirklichkeiten.Seine skulpturalen Videoinstallationen erforschen die feine Grenze zwischen Form und Inhalt und decken soziale und politische Anliegen auf. Roques Faszination für unheimliche, träumerische Stimmungen spiegelt sich in seinen Keramikarbeiten wider. Die Ausstellung in den KW zeigt ein Werk, das zwei Jahrzehnte umfasst, inklusive neuer Keramiken und einer Filminstallation, begleitet von einer Publikation, die Roques Arbeit vertieft.

  • Führung für Gruppen
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 70 €
    zzgl. Eintritt
  • Führung für Bildungsgruppen (Studierende/Schulklassen)
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 55 €
    zzgl. Eintritt, frei bis 18 Jahre

  • Buchung
    > 030 247 49 888
    > museumsdienst@kulturprojekte.berlin


Zuschnitt: Pia Arke – Arctic Hysteria: Pia Arke, Self-Portrait, 1992. Courtesy Pia Arke Estate.

Pia Arke. Arctic Hysteria
06.07.24–20.10.24

Die KW und die John Hansard Gallery präsentieren die erste Einzelausstellung von Pia Arke außerhalb Grönlands und der nordischen Länder. Arke untersuchte von den späten 1980ern bis zu den frühen 2000ern die Beziehungen zwischen Zeit, Erinnerung, Raum, Identität und Mythos in Grönland. Als Tochter einer grönländischen Mutter und eines dänischen Vaters flossen biografische Elemente in ihre Werke ein. Sie gilt als Pionierin des dekolonialistischen Diskurses und beeinflusst diesen bis heute. "Arctic Hysteria" zeigt Fotografien, Skulpturen, Performances und schriftliche Arbeiten. Die Ausstellung regt Diskussionen über koloniale Beziehungen zwischen Grönland und Dänemark an und fördert kritische Selbstreflexion durch Arkes feministische Praxis. Eine begleitende Publikation behandelt verschiedene Aspekte von Arkes Werk, besonders aus feministischer Forschungsperspektive.

  • Führung für Gruppen
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 70 €
    zzgl. Eintritt
  • Führung für Bildungsgruppen (Studierende/Schulklassen)
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 55 €
    zzgl. Eintritt, frei bis 18 Jahre

  • Buchung
    > 030 247 49 888
    > museumsdienst@kulturprojekte.berlin


Zuschnitt: Jimmy DeSana & Paul P. – Ruins of Rooms: Left: Jimmy DeSana, Self-Portrait, 1985, Copyright Jimmy DeSana Trust; Courtesy Jimmy DeSana Trust and P·P·O·W, New York

Jimmy DeSana & Paul P. - Ruins of Rooms
06.07.24–20.10.24

Jimmy DeSana war ein Fotograf der New Yorker East-Village-Szene in den frühen 1970er-Jahren. Seine Bilder, geprägt von verdrehten Gliedmaßen, verhüllten Figuren und satten Farben, erforschten den menschlichen Körper. Teil der Punk- und No-Wave-Szene sowie der queeren Fetisch-Subkultur, porträtierte er Persönlichkeiten wie Yoko Ono und Debbie Harry. Die HIV-Infektion Ende der 1980er-Jahre führte zu einem Wandel: Er schuf abstrakte, unwirkliche Bilder. Paul P., ein kanadischer Künstler, ist für seine melancholischen Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen bekannt. Er findet seine Motive hauptsächlich in Archiven von Schwulenmagazinen. Seine Werke erinnern an die Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts und geben den Porträtierten etwas Geheimnisvolles. In seinem neueren Werk entwickelt der Künstler seinen Ausdruck von Schönheit weiter. Die Ausstellung ‚Ruins of Rooms‘ bietet einen Überblick über das Werk beider Künstler und bringt sie erstmals im Dialog zusammen.

  • Führung für Gruppen
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 70 €
    zzgl. Eintritt
  • Führung für Bildungsgruppen (Studierende/Schulklassen)
    auf Deutsch & Englisch
    60 Min, 55 €
    zzgl. Eintritt, frei bis 18 Jahre

  • Buchung
    > 030 247 49 888
    > museumsdienst@kulturprojekte.berlin


Zuschnitt: KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2023. Foto: Frank Sperling

KW, a hike
Eine Tour durch die Straßen in die Vergangenheit der KW

Anfang der 1990er Jahre wurden die KW Institute for Contemporary Art in einer ehemaligen Margarinefabrik gegründet. Ihre Geschichte ist untrennbar mit der ihres Kiezes, der umliegenden Straßenzüge und seiner Gebäude verbunden. Um die historischen Verflechtungen der KW zu verstehen, begeben wir uns auf eine Wanderung zu vernagelten Gebäuden, Tiefgaragen, fernen Kuppeln über Grabkammern, kommunistischen Klubhäusern und dem Innenhof einer Sammlerin, die in einer ehemaligen verstaatlichten Fabrik wohnt. Der Blick auf ein entferntes Hochhaus, das die Relikte der Sowjet-Ära auf dem Alexanderplatz überschattet, markiert das Ende unserer Tour durch die benachbarten Straßen der KW. 

  • Führung für Gruppen
    auf Deutsch & Englisch
    120 Min, 120 €
    kein Eintritt in die Ausstellungen
  • Führung für Bildungsgruppen (Studierende / Schulklassen)
    auf Deutsch & Englisch
    120 Min, 105 €
    kein Eintritt in die Ausstellungen

  • Buchung
    > 030 247 49 888
    > museumsdienst@kulturprojekte.berlin

  • Öffentliche Führung
    90 Min, kostenfrei
    Termine und Online-Buchung im Voraus > hier erforderlich


Zuschnitt: Hof der Kunst-Werke Berlin, 1991–1993; Courtesy Sabine Hornig, Foto: Alfonso Rutigliano

KW, unboxed
Einblicke in das Archiv der KW

Die KW Institute for Contemporary Art wurden im Berlin der Nachwendezeit gegründet. Seitdem werden nahezu ununterbrochen Ausstellungen aufgebaut, angekündigt, abgebildet und wieder abgebaut. Im Laufe der Jahrzehnte stapelte sich so kistenweise Archivmaterial, das in den vergangenen Jahren durch Jenny Dirksen erschlossen wurde. Anhand dieser Bruchstücke der Vergangenheit können nun zahlreiche Rückblicke rekonstruiert werden, um die Gegenwart von gestern besser verstehen zu können. KW, unboxed lädt ein zu einem Blick hinter die Kulissen. Anhand von ausgewähltem Archivmaterial wird der Werdegang einer fast baufälligen Werkanlage zu einer international anerkannten Institution abgebildet, die durch ihre eigene Geschichte auch ein Teil der Stadtbiographie geworden ist.

  • Öffentliche Führung
    90 Min, kostenfrei
    in Englisch 08.06. 11:00

    Termine und Online-Buchung im Voraus > hier erforderlich