AUSSTELLUNG

© Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Alltag Zwangsarbeit 1938–1945

In Schöneweide steht das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene NS-Zwangsarbeiterlager. Gebaut für über 2000 Menschen, waren hier während des Zweiten Weltkrieges zivile Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen verschiedener Nationalitäten, italienische Militärinternierte bzw. italienische Zivilarbeiter und weibliche KZ-Häftlinge untergebracht. Mit der "Baracke 13" ist eine erhaltene Unterkunftsbaracke im Rahmen der Führungen zugänglich.

  • Führung für Gruppen & Schulklassen
    auf Deutsch & Englisch
    120 Min, kostenfrei
  • Stadtteiltour für Gruppen & Schulklassen
    auf Deutsch & Englisch
    180 Min, kostenfrei
  • Fahrradtour für Gruppen & Schulklassen
    auf Deutsch & Englisch
    240 Min, kostenfrei
  • Workshop für Gruppen & Schulklassen
    auf Deutsch & Englisch
    240 Min, kostenfrei
  • Buchung
    > 030 247 49 888
    > museumsdienst@kulturprojekte.berlin

  • Öffentliche Führung
    auf Deutsch samstags & sonntags 15:00
    auf Englisch sonntags 11:00
    120, kostenfrei 


© Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Vergessen und Vorbei?
Das Lager Lichterfelde und
die französischen Kriegsgefangenen
28.10.22–31.05.23

In Lichterfelde-Süd, an der Berliner Stadtgrenze, ist ein weitläufiges Wohnquartier geplant. Engagierte Bürgerinnen und Bürger machten 2017 öffentlich, dass auf dem Gelände noch Baracken eines Kriegsgefangenenlagers erhalten sind. Dass die mehrfach umgebauten Gebäude aus der Zeit des Nationalsozialismus stammen, war selbst Fachleuten unbekannt. Errichtet wurden die Baracken kurz vor Kriegsbeginn von der Reichsbahn, um dort zivile Arbeitskräfte unterzubringen. 1940 übernahm die Wehrmacht den Komplex und internierte hier vor allem französische Soldaten. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des Lagers Lichterfelde und die Gruppe der französischen Kriegsgefangenen in Berlin. Die Entwicklung des Ortes wird von der Vorkriegszeit über die Nutzung als Kriegsgefangenenlager bis zur gegenwärtigen Bauplanung dargestellt.