AUSSTELLUNG

© Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Alltag Zwangsarbeit 1938–1945

In Schöneweide steht das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene NS-Zwangsarbeiterlager. Gebaut für über 2000 Menschen, waren hier während des Zweiten Weltkrieges zivile Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen verschiedener Nationalitäten, italienische Militärinternierte bzw. italienische Zivilarbeiter und weibliche KZ-Häftlinge untergebracht. Mit der "Baracke 13" ist eine erhaltene Unterkunftsbaracke im Rahmen der Führungen zugänglich.

  • Führung für Gruppen und Schulklassen
    120 Min, kostenfrei
  • Buchung:
    > 030 247 49 888
    > museumsdienst@kulturprojekte.berlin

  • Öffentliche Führungen
    Samstags und sonntags um 15:00 auf Deutsch
    120 Min, kostenfrei


Ausschnitt: © rotspanier.eu

»Rotspanier«
Spanische Zwangsarbeitende während des Zweiten Weltkriegs
04.06.21–02.01.22

1939 begann für 140.000 republikanische Flüchtlinge des Spanischen Bürgerkrieges eine siebenjährige Odyssee durch die Konzentrations- und Zwangsarbeitslager des faschistischen Europas. Sie wurden Opfer von Internierung, Ausbeutung und Deportation durch das NS-Regime und durch das Vichy-Regime, in Frankreich, Deutschland, Nordafrika und auf den Kanalinseln. Die dreisprachige Ausstellung – französisch, spanisch, deutsch – präsentiert erstmals die Geschichte dieser vergessenen Zwangsarbeitenden des Zweiten Weltkrieges einem europäischen Publikum.


Ausschnitt: © Ihor Tvoronovych

Die Geschichte von Valentin S.
Eine »Poster-Novel« von Ihor Tvoronovych
10.09.21–31.10.21

Der junge Künstler Ihor Tvoronovych aus der Ukraine hat seine Familiengeschichte erforscht. Angeregt durch seine Teilnahme an internationalen Jugendbegegnungen des Dokumentations-
zentrums NS-Zwangsarbeit ging Ihor auf Spurensuche und fand heraus, dass sein Großonkel Zwangsarbeiter war. Valentin S. wurde aus der Ukraine deportiert und kam in der Nähe von Genthin auf einem Bauernhof zum Einsatz. Ihor Tvoronovych hat die Erlebnisse des Großonkels in einer chronologischen Serie von Plakaten künstlerisch umgesetzt. Jedes Motiv steht für eine Station auf dem Leidensweg des Großonkels. Das Dokumentationszentrum zeigt eine Auswahl der Arbeiten Tvoronovychs.