Hamburger Bahnhof

Annika Kahrs

Große Außenprojektion eines leuchtenden, sonnenähnlichen Kreises in starken Rot‑, Orange‑ und Gelbtönen auf der Fassade eines Industriegebäudes am Wasser, mit dem Wort „other“ in der Mitte. Das umliegende Gelände zeigt Graffiti, Industrieanlagen und einen Hafenkran bei Abenddämmerung.

Annika Kahrs, how to live in the echo of other places, 2022, Installation view video projection, Hamburg, Courtesy Annika Kahrs and Produzentengalerie Hamburg

Photo: Helge Mundt

Der Hamburger Bahnhof zeigt die Berliner Künstlerin Annika Kahrs mit der bislang umfangreichsten Auswahl ihrer Werke an der Schnittstelle von Kunst und Musik. Kahrs geht in ihren Videos den kulturellen und sozialen Funktionen von Musik nach: in einer aufgegebenen Kirche in Lyon, auf der Parade eines generationsübergreifenden Orchesters in einem italienischen Dorf oder in Berliner Kaufhäusern.

Die Video- und Sound-Installationen im Ostflügel und den historischen Übergängen sowie die Live-Performances „For Two To Play On One“ (2012) im Forum Hamburger Bahnhof erschaffen klingende Räume, die die Besucher*innen beim Gang durch das Museum immer wieder überraschen. Präsentiert werden mehr als zehn Videoarbeiten, Sound-Installationen und Performances aus den letzten 15 Jahren an ausgewählten Orten im Hamburger Bahnhof, im Musikinstrumenten-Museum und im öffentlichen Raum.

Annika Kahrs (geboren 1984 in Achim, Deutschland) forscht an den Rändern dessen, was als Musik bezeichnet wird. Performances, Filmarbeiten und Sound-Installationen zeigen die Bedeutung Musik und Klang in sozialen, kulturellen und politischen Strukturen. Kahrs hat ausgestellt u. a. 16th Lyon Biennale of Contemporary Art (2022); LAXART, Los Angeles (2021); Flat Time House, London (2019); Savvy Contemporary, Berlin (2018); Hamburger Kunsthalle (u. a. 2017); 5th Thessaloniki Biennale für zeitgenössische Kunst (2015); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2012); Bienal Internacional de Curitiba, Brasilien (2013); Bundeskunsthalle, Bonn (2011). Sie erhielt Preise und Stipendien, darunter Villa Aurora, Los Angeles (2023) und den von René Block gestifteten George-Maciunas-Förderpreis (2012).

Die Ausstellung wird kuratiert von Ingrid Buschmann, Kuratorin, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die FREUNDE der Nationalgalerie. In Zusammenarbeit mit Musikinstrumenten-Museum SIM PK. Mit Unterstützung von LIMES Media GmbH.

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